Verantwortungsbewusste Unternehmensführung

Fest im Tagesgeschäft verankert

Eine vertrauensvolle Corporate Governance stellt für uns nicht nur das Herzstück unseres täglichen Handelns für Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter und für die Beziehungen zur Öffentlichkeit dar, sondern liefert zudem die Basis für nachhaltigen Erfolg. Wichtige Anregungen und Hinweise für die konkrete Umsetzung im Tagesgeschäft liefern uns regelmäßig die Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK).

Unser aktueller Corporate Governance Bericht gliedert sich wie folgt:

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der All for One Steeb AG nehmen ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr. Nach §13 der Satzung der Gesellschaft gewährt jede auf Namen lautende Stückaktie eine Stimme. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Die Hauptversammlung entscheidet in allen ihr durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Fällen.

Aufsichtsrat

Die zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats besteht in der Beratung und Überwachung des Vorstands. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern, davon zwei Arbeitnehmervertreter. Die Kompetenzen und Pflichten des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sind im Aktiengesetz, in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse geregelt. Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele benannt und ein entsprechendes Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich grundsätzlich daran.

Ziele und Kompetenzprofil Aufsichtsrat

Gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner am 7. Februar 2017 verabschiedeten und am 24. April 2017 in Kraft getretenen Fassung hat der Aufsichtsrat der All for One Steeb AG für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benannt und ein entsprechendes Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich grundsätzlich an folgenden Zielen:

Branchenkenntnisse
Der Aufsichtsrat soll zu mindestens einem Drittel mit Mitgliedern besetzt werden, die über Kenntnisse der IT-Branche verfügen. Derzeit verfügen zwei Aufsichtsratsmitglieder über einschlägige IT-Branchenkenntnisse, namentlich die Herren Josef Blazicek und Peter Fritsch.

Internationale Erfahrung
Der Aufsichtsrat soll mindestens mit einem Mitglied besetzt werden, das internationale Erfahrung aufweist. Derzeit erfüllen alle Mitglieder des Aufsichtsrats diese Zielvorgabe.

Vorstandserfahrung in einer börsennotierten Gesellschaft
Der Aufsichtsrat soll mindestens mit einem Mitglied besetzt werden, das über Erfahrung als Vorstand (oder vergleichbar) eines börsennotierten Unternehmens verfügt. Derzeit wird dieses Ziel von vier Mitgliedern des Aufsichtsrats erfüllt, namentlich die Herren Dr. Rudolf Knünz, Paul Neumann, Josef Blazicek und Peter Fritsch.

Unabhängigkeit
Der Aufsichtsrat soll grundsätzlich mit mindestens einem unabhängigen Mitglied besetzt werden, das nicht in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenskonflikt begründen kann. Derzeit wird dieses Ziel einem Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats erfüllt, namentlich Herr Josef Blazicek, sowie von den Arbeitnehmervertretern. Mit Blick auf die Eigentümerstruktur der Gesellschaft wird grundsätzlich auch ein Aufsichtsratsratsgremium ohne Besetzung durch wenigstens ein unabhängiges Mitglied als angemessen, zielkonform und diesem Kompetenzprofil entsprechend erachtet. Nach geltendem Recht und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder des Gremiums der Wahrnehmung des Unternehmensinteresses verpflichtet. So dürfen die Mitglieder bei ihren Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen, noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen.

Altersgrenze
Bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern berücksichtigt der Aufsichtsrat grundsätzlich eine Altersgrenze von 70 Lebensjahren im Zeitpunkt der Wahl. Ein Mitglied, das bereits drei volle Amtszeiten in Folge dem Aufsichtsrat angehört hat, soll für weitere Amtszeiten nur auf Vorschlag von Aktionären, die mehr als 25% der Stimmrechte der Gesellschaft halten, kandidieren. Ein Mitglied, das vier volle Amtszeiten in Folge dem Aufsichtsrat angehört hat, soll frühestens nach einer Unterbrechung von zwei Jahren erneut zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt werden.

Financial Expert
Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats verfügt über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Dies ist derzeit Herr Peter Fritsch.

Zeitliche Beanspruchung
Alle Aufsichtsratsmitglieder sollen in der Lage sein, den zu erwartenden Zeitaufwand aufzubringen.

Filderstadt, im März 2018

Vorstand

Als Leitungsorgan einer Aktiengesellschaft führt der Vorstand die Geschäfte »unter eigener Verantwortung« (§76 Abs. 1 Aktiengesetz) bzw. weisungsunabhängig und ist im Rahmen der aktienrechtlichen Vorschriften an das Interesse und die geschäftspolitischen Grundsätze des Unternehmens gebunden. Bei der Ausübung seiner Leitungsmacht ist der Vorstand zudem der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, über die Unternehmensstrategie sowie über mögliche Risiken. Die Kompetenzen und Pflichten des Vorstands sind im Aktiengesetz, in der Satzung, in der Geschäftsordnung sowie im Geschäftsverteilungsplan des Vorstands geregelt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat / Ausschüsse

Informationen und Hinweise zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen finden Sie hier.

Vergütungsbericht

Im Konzernlagebericht ist das Vergütungssystem des Vorstands erläutert. Im Konzernanhang wird zudem über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat individualisiert und getrennt nach fixen und variablen Anteilen sowie nach gewährten Zuwendungen und nach Zufluss eingehend berichtet. Der Ausweis der Vorstandsvergütung entspricht den aktuellen Empfehlungen des DCGK. Die Struktur der Vergütungssysteme wird regelmäßig überprüft.

Aktienoptionsprogramme und andere ähnliche Anreizsysteme

Es bestehen derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme für die Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten Anteile an der All for One Steeb AG. Die aktuelle Übersicht dazu finden Sie hier. Alle Veränderungen im Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat wurden gemäß den gesetzlichen Vorschriften veröffentlicht und darüber hinaus über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird nach IFRS, der Jahresabschluss nach HGB aufgestellt. Nach Erstellung durch den Vorstand werden Konzernabschluss und Jahresabschluss vom Abschlussprüfer geprüft, vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt und innerhalb von 90 Tagen nach dem Geschäftsjahresende veröffentlicht. Zudem werden für die ersten drei Quartale eines Geschäftsjahres Zwischenberichte in Form von zwei Quartalsmitteilungen sowie einem Halbjahresfinanzbericht veröffentlicht. Eine prüferische Durchsicht dieser Zwischenberichte erfolgt nicht.

Steuerungsgrössen und Kontrollsystem

Steuerungsgrößen: Finanzielle Leistungsindikatoren

Als Schlüsselkennzahlen zur finanziellen Konzernsteuerung werden die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) verwendet. Diese finanziellen Leistungsindikatoren sind im Hinblick auf einen möglichst nachhaltigen, profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt.

Steuerungsgrößen: Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Da in einem Dienstleistungsunternehmen wie der All for One Steeb AG dem Faktor »Personal« in vielerlei Hinsicht eine wichtige Bedeutung zukommt, verwenden wir neben den finanziellen Leistungsindikatoren zudem folgende nicht finanzielle Leistungsindikatoren als gruppenweite Steuerungsgrößen:

Mitarbeiterbindung
Unser Geschäftserfolg hängt wesentlich von der Qualität ab, mit der wir Geschäftspartner wie Kunden, Lieferanten oder Aktionäre betreuen. Personelle Kontinuität und die Fähigkeit, auf dieser Basis nachhaltig stabile und belastbare Geschäfts­partnerbeziehungen aufzubauen und zu erhalten, beeinflusst die Wahrnehmung unserer Betreuungsqualität erheblich. Als Steuerungsgröße dazu dient uns eine Mitarbeiterbindung (100% minus Verhältnis von ungewollten Abgängen zum Personal­bestand am Anfang der Berichtsperiode plus den Zugängen im Berichtsjahr).

Gesundheitsindex
Unser Gesundheitsmanagement Programm zielt darauf ab, die hohe Leistungsfähigkeit unseres Personals zu erhalten und weiter auszubauen. Zudem wollen wir damit möglichen krankheitsbedingten Ausfällen proaktiv entgegenwirken. Als Steue­rungsgröße dazu dient uns ein Gesundheitsindex (100% minus Anzahl Krankentage bezogen auf die Sollarbeits­tage einer Berichts­periode).

In unserem Jahres- und Konzernabschluss berichten wir regelmäßig über die Entwicklung der finanziellen wie der nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

Kontrollsystem

Gemäß §91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem ist integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Zudem hat der Vorstand ein konzernweites Compliance Management System eingerichtet. Eine detaillierte Darstellung des Risikomanagement-Systems, des internen Kontrollsystems und des Compliance Management Systems ist im Chancen- und Risikobericht als Teil des Konzernlageberichts veröffentlicht.

Transparenz

Eine auf einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationen ausgerichtete Informationspolitik hat bei uns einen hohen Stellenwert. Daher unterrichtet das Unternehmen sämtliche Interessensgruppen regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen und Entwicklungen. Die wichtigsten Kommunikationsinstrumente stellen dabei das Internet sowie die Homepage der Gesellschaft dar. Die Berichterstattung erfolgt zudem im jährlichen Geschäftsbericht, in Zwischenberichten und Quartalsmitteilungen, sowie etwa im Rahmen von Gesprächen und Konferenzen mit Analysten und Journalisten.

Darüber hinaus werden weitere Informationen in Form von Pressemitteilungen sowie Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Den gesetzlichen Mitteilungspflichten, etwa zu Stimmrechtsmitteilungen oder Eigengeschäften von Führungskräften, wird entsprochen. Mitteilungen, Präsentationen und Berichte sind zudem im Internet auf der Homepage des Unternehmens unter »Investor Relations« einsehbar. Das vorgeschriebene Insiderverzeichnis gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung hat die Gesellschaft angelegt und pflegt dieses laufend. Die betreffenden Personen werden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

Dem Prinzip des »Fair Disclosure« folgend, werden alle Aktionäre und wesentliche Zielgruppen bei Informationen grundsätzlich gleich behandelt. Aus gesetzlichen Gründen könnten Aktionäre Informationen, die zur Erstellung ihrer Konzernrechnung, Konzern(zwischen)berichterstattung sowie Konzernplanung erforderlich sind – teilweise auch vorab erhalten. In solchen Fällen würden die entsprechenden Empfänger dieser Informationen stets zur Verschwiegenheit und zur vertraulichen Behandlung der Informationen verpflichtet.

Vielfalt im Unternehmen (Diversity)

Bei der Zusammensetzung des Vorstands evaluiert der Aufsichtsrat in persönlicher und sachlicher Hinsicht Kandidaten nach Kriterien wie zum Beispiel Branchenkenntnisse, Erfahrungen, fachliches Know-how oder Internationalität. Die Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern orientieren sich am Kompetenzprofil des Aufsichtsrats sowie an den Zielen, der der Aufsichtsrat für die Besetzung des Gesamtgremiums erarbeitet hat.

Gleichfalls unterstützen Aufsichtsrat und Vorstand die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen und folgen den Empfehlungen des DCGK, bei der Besetzung von Führungspositionen auf Vielfalt zu achten. So haben wir uns im Sommer 2015 zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil zum 30. Juni 2017 für die zweite Managementebene der All for One Steeb AG auf mindestens 10%, für die dritte Managementebene der Gesellschaft auf mindestens 20% zu erhöhen. Diese Ziele wurden nur teilweise erreicht. So lag der Frauenanteil zum 30. September 2017 für die zweite Managementebene bei 0%, für die dritte Managementebene bei 20%.

Auch bei der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats achten wir auf Vielfalt. So hatte der Aufsichtsrat im Mai 2015 beschlossen, bis zum 30. Juni 2017 mit dem Frauenanteil im Vorstand die Zielgröße von 20% zu erreichen. Zudem sollte der Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum 30. September 2017 auf mindestens 16,66% erhöht werden. Diese Ziele erwiesen sich während der laufenden Amtsperiode des Aufsichtsratsrats bzw. unter den laufenden Vorstandsverträgen als nicht erreichbar. Zum 30. September 2017 lag der Frauenanteil des Vorstands wie des Aufsichtsrats bei jeweils 0%.

Code of Conduct

Zu den bei All for One Steeb angewendeten Unternehmensführungspraktiken zählen vor allem die für alle Mitarbeiter der Unternehmensgruppe gültigen Richtlinien unseres Compliance Management Systems. Damit verdeutlichen wir den Anspruch, den wir an das Verhalten unserer Mitarbeiter, Geschäftsführer und Vorstände stellen. Zudem machen wir so die wesentlichen Prinzipien unseres Verhaltens gegenüber Kunden, Partnern, Lieferanten, Wettbewerbern und Aktionären bekannt. Mit der Umsetzung dieser Richtlinien im geschäftlichen Alltag bekennen wir uns zugleich zum Engagement für gesetzeskonformes, verantwortungsbewusstes und integres Handeln im Wettbewerb sowie zum Schutz von Daten. Gleichzeitig sprechen wir uns gegen Korruption aus. Unsere Compliance-Organisation ist damit betraut, gruppenweit die Einhaltung des Verhaltenskodex und anderer unternehmensinterner Richtlinien zu überwachen. Darüber hinaus prüft sie diese Richtlinien regelmäßig, aktualisiert sie bei Bedarf und schult die Mitarbeiter und Führungskräfte.

All for One Steeb. Das SAP Haus.